Japan Reisebericht – Bujinkan und Judo Training Teil 4 – Sumo/Sushi/Pressekonferenz

Japan Reisebericht 2016: Sumo Training in Hamacho, Tokyo.

Ab diesem Teil fängt der Japan Reisebericht an nicht mehr vollkommen linear zu verlaufen. Denn am 31.05.2016 haben wir folgendes unternommen:

  • Beim Sumo Training zugeschaut und die Rikishi bewundert
  • An einer Pressekonferenz von Soke teilgenommen
  • Den Kaiserpalast besucht
  • Kata Training im Kodokan mitgemacht
  • und Kaiten-Sushi gegessen

Ich habe mich dazu entschieden den Besuch des Kodokan hier erstmal außen vorzulassen. Erstens ist das ein Teil dem ich gerne mehr Aufmerksamkeit widmen würde, und zweitens interessieren sich vielleicht die Bujinkan-Leute nicht so für Judo und vice versa.

Der Besuch des Sumo Trainings

Eine der wunderbaren Sachen am Internet ist ja, dass man so unglaublich vieles schon von zu Hause aus herausfinden kann (erleben dann zum Glück noch nicht…). Und da ich wusste, dass ich gerne mal beim Sumo zuschauen möchte lag es natürlich nahe herauszufinden, wie das geht. Ich DuckDuckGo-te (Googlen kann ja jeder) einfach nur „watch sumo training tokyo“ und fand folgendes Resultat: Der Arashio Sumo Stall an der Hamacho Station.

Japan Reisebericht 2016: Sumo Training in Hamacho, Tokyo.
Ich sollte dringend mehr essen. Chanko Nabe vielleicht?

Von unserem Wohnort aus dauert es etwa eine Stunde bis zum Sumo Training und wir sind leider etwas spät aufgestanden. Als wir ankamen konnten wir also gerade noch die letzten Momente des Trainings miterleben. Danach ging es dann an die Fan-Arbeit und man konnte sich mit den Rikishi unterhalten und Fotos machen. Wir überlegen gerade, ob wir nicht nochmal früher hinfahren sollten. Alternativ können wir uns das Ganze auch auf Amateur-Ebene vor unserem Mittwochs-Training in Kashiwa anschauen.

Ich habe übrigens noch ein paar Fotos gemacht, die zwar ein bisschen weniger witzig, dafür aber vielleicht fotografisch wertvoller sind. Die möchte ich aber gerne noch bearbeiten, bevor sie online gehen.

 

Pressekonferenz des Foreign Correspondance Club of Japan

Soke wurde durch den Foreign Correspondance Club of Japan zu einer Pressekonferenz eingeladen. Durch welche Kontakte auch immer haben wir Gästelistenplätze erhalten. Die Konferenz war für die „working press“ und Bekannte der Mitglieder des Clubs. Kein Wunder, war doch auch „echte“ Presse anwesend (u.a. „Der Kurier“ aus Österreich) und fand das Ganze doch im 20. Stockwerk eines Wolkenkratzers mitten in Tokyo statt. Allein der Teppich mit eingearbeitetem Logo und der freie Blick auf den Kaiserpalast ließen keinen Zweifel an der Art des Clubs.

Im Hintergrund Soke Masaaki Hatsumi mit Übersetzer, vorne Senno Sensei bei der Demonstration der Anwendung von Shuko
Im Hintergrund Soke Masaaki Hatsumi mit Übersetzer, vorne Senno Sensei bei der Demonstration der Anwendung von Shuko

Gegen einen geringen Obulus erhielten wir also Zutritt zur Konferenz und wurden zunächst mit überbackenem Heilbutt, Salat und Brötchen versorgt. Dazu Wasser und Kaffee und es konnte losgehen. Hier sonderlich viel über das Event zu schreiben wäre eigentlich verlorene Zeit, denn es steht in voller Länge und ganz legal auf Youtube. Ich habe es noch nicht in voller Länge geschaut, vielleicht sind wir sogar mal zu sehen (Sandra bspw. bei Minute 32 etwa). Wir saßen am (von der Kamera aus gesehen) hintersten Tisch etwa mittig. Schau es dir also einfach an, in der Mitte finden sich auch gute Demonstrationen:

Der Garten des Kaiserpalastes

Der Kaiserpalast in Tokyo ist schon beeindruckend. Ich habe mal gelesen, dass das Grundstück während der Zeit der japanischen Bubble-

Japan Reisebericht 2016: Tokyo: Garten des Kaiserpalastes
Der Ausblick vom Garten des Kaiserpalastes auf eine andere Welt.

Economy so viel wert war, wie ganz Kalifornien. Dementsprechend war es auch dieses Mal wieder spannend in den Park zu gehen. Ich hatte schon vor meinem ersten Japan-Aufenthalt den Tipp von meinem Trainer Mark bekommen mir mal die Mauern näher anzuschauen. Und

kein Wunder: Alle schräg abfallend und mit eklatanten Lücken zwischen den Steinen. Dass es so machbar war diese hochzuklettern ist nicht weiter verwunderlich. Der Garten ist auf jeden Fall sehenswert, aber wenn du dies hier (u.a.) liest um dir Inspirationen für einen Urlaub zu holen: Es gibt deutlich schönere und spannendere Gärten.

Kaiten-Sushi – Sushi vom Rollband

Klar, das gibt es mittlerweile auch des Öfteren in Deutschland, aber dennoch wollte ich es nach 2013 auch gerne mal wieder in Japan erleben. Nach dem Training im Kodokan lag es – auch örtlich betrachtet – nahe sich Richtung Tokyo Dome zu begeben. Der Tokyo Dome ist das Stadion der Yomiuri Giants. Ich habe wirklich keinerlei Ahnung von Baseball, aber der Sport ist in Japan sehr populär und wenn ich es richtig verstehe sind die Yomiuri Giants die Hausmannschaft der Yomiuri Shimbun, der größten Japanischen Tageszeitung und vielleicht so etwas wie Bayern München in Deutschland.

Japan Reisebericht 2016: Kaiten-Sushi Lieferung per Shinkansen
Express-Lieferung per Shinkansen. So muss das laufen.

Neben dem Stadion findet sich ein Vergnügungspark und zahlreiche Möglichkeiten etwas zu essen. Unter anderem auch das besagte Kaiten-Sushi. Kaiten heißen übrigens auch die Rollen im Judo/Bujinkan. Bei diesem Restaurant konnte man natürlich nicht nur vorgefertigtes Essen vom Band nehmen, sondern auch spezielle Dinge bestellen. Diese wurden einem dann stilecht auf einer anderen Ebene per Mini-Shinkansen geliefert. Für knapp 10€ pro Person inkl. Getränke und Nachtisch kann man sich wirklich nicht beschweren.

Japan Reisebericht 2016: Kaiten Sushi Gruppenfoto
Soooo viele Teller. Und jeder wird einzeln bezahlt 😉

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